Apfelhof Wähnert Apfelbaum
Apfelhof Wähnert Gewächshaus

Der Apfelhof

Den Grundstein legten bereits 1946 die Großeltern meines Mannes. In den Jahren von 1946 bis 1952 wurden ca. 400 Obstbäume gepflanzt, die wir auch heute noch bewirtschaften. 1954 wurde der Betrieb von meinen Schwiegereltern Gerd und Inge Wähnert übernommen und als Obstbaubetrieb weitergeführt. 1960 ging der Betrieb in LPG Eigentum über bis 1990 – wurde aber auch in dieser Zeit von meinen Schwiegereltern betrieben. Es wurden auch Gemüse, Spargel und Erdbeeren angebaut, es gab eine Jungpflanzenanzucht und vieles mehr. Mit der Wende kam das Aus für den Betrieb und die Flächen lagen bis zum Jahre 2008 still. In dieser Zeit haben mein Mann und ich neben unserer eigentlichen Arbeit versucht die Streuobstflächen zu erhalten.

Seit 1.7.2008 betreibe ich den Apfelhof Wähnert selbstständig. Organisiert bin ich im Verbund Ökohöfe. Die Bewirtschaftung erfolgt vom ersten Tag an, nach ökologischen Richtlinien. Zum Hof gehören insgesamt knapp 9 ha Fläche, wovon ca. 4 ha Streuobstfläche sind. Der Rest teilt sich auf in Mähweide bzw. Grünland, Ackerfläche und die Gemüsefläche. Der Bestand an Streuobstbäumen konnte inzwischen um ca. 200 neue „alte Bäume“ erhöht werden. Damit vervielfältigt sich auch das Angebot der Sorten. 34 Apfelsorten liefern die ca. 300 erhaltenen Bäume. Außerdem gibt es verschiedene Birnen, Pflaumen, Kirschen und Pfirsiche.

Rund ums Jahr produzieren wir ein Grundsortiment von verschiedenen Gemüsen. Im Frühjahr beginnend mit verschiedenen Salaten, Kräutern, später unter anderem Kohlrabi, Tomaten und Gurken bis in den Winter hinein. Angebaut wird auf ca. 0,5ha Freifläche und zwei Gewächshäusern. Das Angebot ergänzen verschiedene Beerenfrüchte, im Sommer kunterbunte Blumensträuße, zur Herbstpflanzung im eigenen Garten dann natürlich Obstbäume alter Sorten oder Sträucher von unseren Partnern. Im Frühjahr bieten wir außerdem ein Sortiment an Topfkräutern und Jungpflanzen.

Unser kleiner Bauernhof

Die Schafe gab es praktisch schon immer – sie helfen uns das Gras unter unseren Streuobstbäumen kurz zu halten und sorgen gleichzeitig für den nötigen Dünger. Und auch Hühner, Enten und Kaninchen gehörten seit jeher auf den Hof.
Inzwischen ziehen wir einen Großteil unserer Hühner, Enten und Gänse wieder selbst auf. Ab dem Frühjahr gibt es dann immer ein buntes Durcheinander an Jungtieren auf dem Hof. Neu hinzugekommen sind seit einigen Jahren Gänse
und die Laufenten, die viel Spaß machen und den Garten kontinuierlich von den Nacktschnecken befreien. Seit 2010 gehören auch wieder einige Bienenvölker als fester Bestandteil zum Hof. Neben der Bestäubung der Obstbäume liefern Sie uns die Basis für viele verschiedene Honigsorten, die es im Hofladen zu erwerben gibt.

Mit all den Tieren haben wir auch die Grundlage für einen geschlossenen Kreislauf auf dem Hof.

Unser Anliegen und unsere Pläne

Für uns zählt der Erhalt unserer Streuobstwiesen in seiner einzigartigen Vielfalt. Vielfalt für den Geschmack aber auch als erhaltenswerten Lebensraum für viele verschiedene Tiere. Streuobst ist Kulturgut in mehr als 1000 verschiedenen Sorten. Das kann kein intensiv angebautes Obst liefern, weder in der Vielfalt noch im Geschmack. Das Streuobst ist es wert erhalten zu werden.

Seit der Gründung sind wir ständig bemüht den alten Bestand zu verjüngen. So konnten inzwischen ca. 200 neue „alte“ Streuobstbäume gepflanzt werden. Ende 2012 haben wir außerdem in Zusammenarbeit mit dem Naturpark Stechlin-
Ruppiner Land und der Grünen Liga begonnen die alte Apfelallee in Hoppenrade wieder mit neuen „alten“ Sorten zu bepflanzen und gleichzeitig versucht einige der alten Bäume noch zu retten. Hier gibt es auch immer noch die Vision eines entstehenden Streuobstlehrpfades, vielleicht vom Apfelhof zur Apfelallee und von Schautafeln auf unseren
Streuobstwiesen.

Wir möchten auch weiterhin ein wichtiger Ansprechpartner in der Region sein, wenn es um den Erhalt und die zunehmende Anerkennung von alten Sorten als Bestandteil unseres Lebens geht. Der Hof sieht sich als Ort der Begegnung, des Mitmachens und gemeinsamen Erlebens. Landwirtschaft nicht hinter verschlossenen Türen sondern jederzeit erlebbar und nachvollziehbar für unsere großen und kleinen Kunden.

Vielleicht schon 2013 in kleinem Umfang genießbar ein Angebot an Kuchen und Kaffee zum verweilen auf dem Hof.

Wir über uns – ein Dankeschön

An dieser Stelle ist auch unbedingt zu sagen, daß unser Hof noch nicht soweit wäre und nicht existieren könnte in dieser Form ohne die guten Geister im Hintergrund. Meine Schwiegermama, die dafür sorgt, daß wir etwas zwischen die Zähne bekommen und die kleinen Pflänzchen pikiert werden, um nur einiges zu nennen. Ein Schwiegervater, der Zäune bauen kann und auch sonst alles handwerkliche prima hinbekommt. Zwei Schwägerinnen, die tolle Fotos machen, zuhören und auch sonst immer wieder helfen. Meine Mama, die mal bei der Verarbeitung hilft und früher mein Papa, ohne den vieles auf dem Bau nicht geworden wäre. Ja und dann wären noch die vielen Freunde, stellvertretend möchten wir uns hier bedanken bei Jeannette, Rony, Frank, Peter und Kerstin, Riste und Dagmar, Roland, Mike und Carmen. Und an erster Stelle natürlich meinem Mann, der neben seinem Beruf immer zur Stelle ist.